Christliche Rockmusik mit tiefgründigen Texten

 

Eternity

SCHRAMBERG. Seit 2010 machen die sieben Jugendlichen von Eternity gemeinsam Musik. Am 10. März steht die Formation bei "ProChrist" in Mariazell auf der Bühne ...

SIEHE AUCH: Eternity bei Bandcontest Stage 54 auf Platz drei

Fröhliches Lachen und gute Musik erwarten einen, wenn man die sechs Mitglieder der Band Eternity in ihrem Proberaum auf dem Sulgen im Kreis Rottweil besucht. Seit 2010 machen sie gemeinsam Musik und sind in diesem Jahr besonders motiviert.

Zusammengeschlossen haben sich Sina (18), Martin (24), Samuel (17), Josua (19) und Larissa (19) aufgrund eines Jugend-Alpha-Kurses, bei dem noch Jugendliche gebraucht wurden, die Musik machten. "Eigentlich war die Band nur für den Kurs gedacht, doch als der dann vorbei war, sind wir einfach zusammen geblieben", erzählt der Bandälteste, Martin. Allerdings sei die Besetzung ein Problem gewesen, denn mit zwei Sängerinnen, zwei Gitarristen und einem Schlagzeuger fehlten die tiefen Frequenzen von Bass und Keyboard. Dieses Problem löste sich aber recht schnell: "Daniel und ich haben von der Band gehört und sind einfach hingegangen, um zu fragen ob wir mitmachen können", schildert der 17-jährige Jonatan. Und mit ihren Instrumenten Bass und Keyboard waren sie natürlich herzlich willkommen.

Tausend Vorschläge für einen Bandnamen

Der Bandname Eternity, zu deutsch Ewigkeit, sei erst nach monatelangem Überlegen entstanden. "Wir haben tausend Vorschläge gehabt", verrät Sängerin Sina. Doch nur Eternity habe allen gut gefallen. "Außerdem passt der Name zu dem, was wir vermitteln wollen", ergänzt Daniel.

"Christlichen Rock" nennen die Jugendlichen ihre Musikrichtung. Englische und deutsche Coversongs ihrer Vorbilder wie zum Beispiel Samuel Harfst und Flyleaf finden sich in ihrem Repertoire, aber auch eigene Songs. "Normalerweise hat Larissa die Texte immer geschrieben, aber da sie zur Zeit in Australien ist, schreiben wir jetzt zusammen die Texte, und bei der Musik lässt jeder seine Fähigkeiten einfließen", berichtet Sina aus der Praxis.

Sieben eigene Songs haben sie derzeit, auch diese sind teils deutsch, teils englisch. "Rainbow", "You're perfect", "Wie ein Adler fliegt", "When Love was cruzified", "Frei" und "Jump with Jesus" sind einige Titel, die in Teamarbeit entstanden sind. Aufgenommen wurden sie bei Martin im Keller. Wenn die Band jedoch irgendwann eine eigene CD herausbringen möchte, müssten sie sich vorher umbenennen, da es schon eine andere Band mit dem Namen Eternity gibt. "Das ist wirklich etwas blöd, aber wenn es dann soweit ist, fällt uns sicher etwas ein", meinen alle. Und genügend neue Ideen haben sie auf jeden Fall schon.

Songs haben alle tiefgründige Texte

Alle selbst geschriebenen Songs haben tiefgründige Texte. "Die zentrale Aussage von 'Rainbow' zum Beispiel ist, dass Gott den Regenbogen gemacht hat, um den Menschen zu beweisen, dass er die Erde nie mehr überfluten wird", verrät Daniel. "Und in 'You're Perfect' geht es in den Strophen um Selbstzweifel und im Refrain dann darum, dass man für Gott perfekt ist", ergänzt Samuel. Es seien in allen Lieder eher die "psychischen" Probleme eines Menschen, die thematisiert werden.

Typisch sind diese Musikrichtung und solche Songtexte für eine jugendliche Band normalerweise nicht. "Wir glauben an Gott und wollen das weitergeben", erklärt Josua. "Außerdem haben viele die Vorstellung, Kirchenmusik sei langweilig. Wir wollen den Leuten zeigen, dass auch gute und interessante Musik in der Kirche gespielt werden kann."

Und das kommt bei den meisten richtig gut an. In vielen Gottesdiensten dürfen die sechs Jugendlichen spielen, auch öfters in sogenannten Jugendgottesdiensten. "Wenn wir in normalen Gottesdiensten spielen, spielen wir eher deutsche Lieder, damit alle die Texte verstehen. In Jugendgottesdiensten spielen wir aber auch gern mal einige englische Titel", weiß Jonatan.
Auftritte in der Gegend hatten sie mit Eternity schon einige, aber auch den ein oder anderen weiter weg. So zum Beispiel in Herrenberg und München im vergangenen Jahr oder beim sogenannten Konfi-Camp in Breitenberg.

Band will mit Liedern Menschen erreichen

Eine Gage bekommen die Jugendlichen bei den wenigsten Auftritten. "Das ist aber auch nicht unsere Motivation", meint Sina. "Wir wollen Musik machen und den Menschen etwas vermitteln. Wenn wir Geld bekommen, ist das okay, aber wir spielen nicht nur dort, wo wir bezahlt werden." Die Menschen zu erreichen, sei das Wichtigste.

Einmal in der Woche, normalerweise sonntags, treffen sich die Jugendlichen, um zu proben. "Es ist manchmal nicht so einfach, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben", erklärt Martin, denn sowohl Schüler, als auch Auszubildende und ein Student finden sich in der Band. "Aber sonntags klappt eigentlich immer bei allen." Die Länge der Probe hänge immer davon ab, ob ein Auftritt anstehe oder nicht. "Wir proben immer so lang, bis es klappt", sagt Samuel.

Unterstützt werden die jungen Musiker vor allem von der Gemeinde. Ein Bandcoaching wurde ihnen schon organisiert, außerdem dürfen sie die Instrumente und die Technik benutzen, damit sie nicht ständig ihre eigenen Sachen mitnehmen müssen. Auch den Raum im Gemeindehaus auf dem Sulgen dürfen sie kostenlos nutzen. So können sie sich in Ruhe auf ihre nächsten Auftritte vorbereiten.

Da steht dieses Jahr schon wieder einiges an: Natürlich die Gottesdienste und Jugendgottesdienste, aber auch schon diverse Geburtstage und Hochzeiten. Auch beim "ProChrist" in der Mühlbachhalle in Mariazell wird Eternity am 10. März spielen. Ein besonderes Highlight dürfte das Festival "CVJM rockt" in Rötenberg im November werden, vor so großem Publikum hat Eternity noch nie gespielt.

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