Trauergemeinde nimmt Abschied von Sebastian Faißt

 

Sebastian Faißt

ALPIRSBACH. Am Samstag wäre er 21 geworden. Doch anstatt zu feiern, musste Handballer Sebastian Faißt von einer erschütterten Trauergemeinde zu Grabe getragen werden ...

Nicht nur in Alpirsbach hat der Tod von Sebastian Faißt eine unglaubliche Anteilnahme ausgelöst.
Rund 1000 tief betroffene Angehörige, Freunde, Nachbarn und Sportkameraden begleiteten den am vergangenen Dienstag während eines Länderspiels in Schaffhausen an Herzversagen verstorbenen Handballprofi (WIR BERICHTETEN) auf seinem letzten Weg.

"Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir", zitierte Pfarrer Gottfried Bührer den Konfirmationsspruch von Sebastian Faißt aus dem Psalm 139. Er selbst habe sich, gestand der Pfarrer, die Frage gestellt, wie Gott diesem Geleit am Abend des Todes von "Sebi" Faißt nachgekommen sein könnte. Eine irdische Erklärung darauf konnte er aber ebenso wenig geben wie die Feststellung der Todesursache die Frage nach dem Warum beantworten würde.

Pfarrer Bührer, der Faißt selbst konfirmiert hatte, würdigte den Junioren-Nationalspieler als einen zuverlässigen, allseits beliebten und in Ehlenbogen verwurzelten jungen Mann, der dort nicht nur den "schönsten Sternenhimmel der Welt" bewundert habe. Auch der Kartoffelsalat seiner Großmutter, die Biskuitrolle seiner Tante und die Grillabende im eigenen Elternhaus sowie die große Liebe, die hinter alledem stehe, hätten ihn immer wieder gerne nach Hause geführt.

Ergreifender Abschiedsbrief

Die Beliebtheit Sebastian Faißts äußerte sich in den vergangenen Tagen unter anderem in der großen Anteilnahme, die das Schicksal des Junioren-Nationalspielers über die Grenzen Deutschlands hinaus ausgelöst hat. Ein ergreifender Abschiedsbrief von Verwandten aus England, die an der Bestattung nicht teilnehmen konnten, rührte die Trauergemeinde, zu der unter anderem auch Bundestrainer Heiner Brand, Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger und das gesamte Dormagener Bundesliga-Team gehörten, zu Tränen.

Nachdem Gerdi Rissler, begleitet von Jürgen Jäger, zum Abschied das Lied "Amazing Grace" angestimmt hatte, hieß es endgültig Abschied zu nehmen von Sebastian Faißt. Trauer und Bestürzung im Namen aller Alpirsbacher brachte Bürgermeister Reiner Ullrich bereits im Vorfeld der Beerdigung zum Ausdruck.

"Wir trauern um einen Spieler, um einen Freund"

In einem Nachruf würdigte Uli Derad, Hauptgeschäftsführer des TSV Bayer Dormagen, "Sebi" Faißt als einen ganz besonderen Menschen: "Wir trauern um einen Spieler, um einen Freund und sprechen den Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl aus", so Derad, der mit diesen Worten allen Trauernden aus dem Herzen sprach. Um den Verkehr zu regeln, war die Ehlenbogener Feuerwehr mit 15 Mann im Einsatz und gewährleistete, dass der enorme Andrang keine all zu großen Behinderungen auf der B294 verursachte.

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