Beatparade: Die größte Techno-Parade im Land

EMPFINGEN. Die Vorbereitungen für die Beaparade laufen. Wir haben uns das Ganze mal ein bisschen genauer angeschaut und noch ist die Stimmung entspannt und gut ...
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Die Jungs und Mädels sitzen um eine Tisch, darauf Wasserbrötchen mit Wurst. Ein paar Flaschen Bier, Wasser und Spezi. Keine Musik. Benjamin Müller sitzt neben mir: "Naja, bei der Beatparade haben wir den Sound 17 Stunden am Stück – das reicht aus."
Kurze Mittagspause des Jugend- und Kulturvereins Empfingen. Um 13 Uhr geht der Aufbau für die Beatparade weiter. Ein Zelt wird aufgebaut, Halogenstrahler aus dem Baumarkt werden mit einem Kronkorken als Unterlegscheibe auf die Euro-Palette geschraubt: "Nach ein paar Jahren weiß man, wie die am besten halten." Die gut 30 Helfer lassen es locker angehen. Am Vortag waren die Bauzäune aufgebaut worden, heute sind Kabel dran und Kleinkram.
Und natürlich muss auch der Truck auf Vordermann gebracht werden. Er steht im alten Munitionsdepot. Die Jungs von der Eventagentur Lachenmaier haben schon die Lautsprecher aufgebaut, auch zwei LED-Strahler sind schon installiert. JKV-Pressesprecher Philip Kempf trägt mit Cornelia und Jennifer das Frontschild für den Sattelschlepper von der Ladefläche fürs Foto.
Cornelia sagt: "Daran haben wir 25 Stunden lang gemalt." Kempf ergänzt: "Bei der Deko und dem Motto gibt es einen heimlichen Wettstreit zwischen allen Trucks. Das ist echt Herzenssache, dass die Teile stimmen."
Das Motto des JKV-Trucks will er noch nicht verraten, deckt die graue Plastikplane schnell wieder drüber, ehe wir einen Blick erhaschen können: "Nur soviel: Das Motto auf dem Flyer Rave to the Rhythm wird es nicht."
Die Stimmung ist entspannt und gut. Kein Wunder. Nach der Absage der Love-Parade in Berlin ist Empfinden die größte Techno-Parade in Deutschland. Philip: "Irgendwie verrückt. Wir haben mit 1500 Leuten angefangen. Und jetzt hat Empfingen die größte Techno-Parade. Das nützt uns auch: Nur so kriegen wir genug ehrenamtliche Helfer."
Die wummernden Beats mit 200000 Watt. Zumindestens bei Empfingens Bürgermeister Albert Schindler sind sie offenbar gern gesehen. Kempf: "Ohne die Unterstützung der Gemeindeverwaltung könnten wir das gar nicht stemmen." Auch für die Anwohner werden an drei Stellen kostenlose Ohrstöpsel verteilt, wenn die fünf Trucks am Samstag die Häuser mit ihrem Sound erschüttern wollen.
Nur das Hotel Empfinger Hof ist nicht glücklich über die Beatparade. An der Rezeption heißt es: "Am Samstag nehmen wir keine Gäste an. Durch den Lärm hatten wir zu viele Beschwerden."

Geschrieben von: Jürgen Lück
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ie Black Jackets und die United Tribuns sind keine "Roc...«
