Jean-Michel Aweh: "Die Musik gibt mir Halt und Hoffnung"

 

Jean-Michel Aweh

Weil Castingshows nicht sein Ding sind, wollte er zuerst ablehnen. Zum Glück hat er es nicht getan, denn Jean-Michael Aweh hat dieses Jahr "Das Supertalent" für sich entschieden ...

SIEHE AUCH: "Supertalent" geht weiter - auch ohne Gottschalk

woodZ: Erst mal herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg! Wie fühlt es sich an, den Titel "Das Supertalent 2012" tragen zu dürfen?
Jean-Michel Aweh: Ich freue mich vielmehr darüber, jetzt meine Musik verbreiten zu können, als über den Sieg bei "Das Supertalent". Es war nicht mein Ziel, dort zu gewinnen, aber es ist eine wichtige Stufe für meine Karriere.

Du wolltest ursprünglich überhaupt nicht an einer Castingshow teilnehmen. Warum hast du es dir anders überlegt?
Bei mir ist es so, dass ich mich selbst nicht als der Sänger oder Pianist bezeichne, sondern ich bin einfach Künstler. Ich wollte, dass meine Musik immer im Vordergrund steht und gehört wird. Ich wollte langsam entdeckt werden. Bei Castingshows geht es immer ganz schnell, das wollte ich eigentlich vermeiden. Die Produktionsfirma hat mich angerufen und mir einen Terminvorschlag gemacht - das habe ich dann aber erst mal abgelehnt. Abends im Bett habe ich mir dann aber überlegt, dass ich mich damit nicht mehr so lange aufhalten und Gedanken darüber machen möchte, wie ich morgen an Essen komme. Deshalb habe ich das Angebot angenommen.

Interessiert du dich für Castingshows?
Es interessieren mich eher Künstler, die ihre eigene Musik machen. Bei Castingshows ist es hauptsächlich so, dass etwas nachgesungen wird, deswegen interessiert mich das eher weniger, auch wenn ich jemanden von der Stimme her gut finde.

In der Show hast du gestanden, dass du dich in deiner Jugend auch geprügelt, geklaut und randaliert hast. Inwieweit hat dir die Musik dort rausgeholfen?
Ja, ich hatte eine Phase, in der ich fast auf die schiefe Bahn geraten wäre. Ich habe mich gerade noch so gefangen, indem ich das Klavierspielen entdeckt habe. Die Musik hat mir Halt und Hoffnung gegeben.

Bei "Das Supertalent" hast du mit deinem eigenen Song "Raus aus dem Nebel" gewonnen. Dieter Bohlen fand, dass du damit alles riskiert hast. Siehst du das genauso? 
Ich wusste, dass es Risiko ist. Die meisten haben mir davon abgeraten es zu tun, doch für mich war der Grund, warum ich überhaupt in die Öffentlichkeit gegangen bin, dass ich meine selbst komponierte und selbst geschriebene Musik zeigen möchte, nicht weil ich irgendetwas von jemandem nachsingen möchte. Dann habe ich mir gedacht: Okay, die letzten Lieder in der Sendung hast du nur gecovert, um erst mal gesehen und wahrgenommen zu werden. Das Finale war einfach der richtige Zeitpunkt, um zu sagen: Es ist jetzt die einzige Möglichkeit, um authentisch zu wirken. Es blieb mir also keine andere Möglichkeit.



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