Daniel Schuhmacher: "Ich werde den Casting-Stempel nicht los"

 

Daniel Schuhmacher

Von Rückschlägen lässt sich der "DSDS"-Gewinner von 2009 nicht beirren, er sieht die Sache inzwischen realistischer. Wir haben uns mit dem 25-Jährigen aus Pfullendorf getroffen ...

SIEHE AUCH: Daniel Schuhmacher - "Jetzt habe ich Pfeffer im Arsch"

woodZ: Seit eineinhalb Jahren hast du ein neues Management. Was hat sich seitdem für dich verändert?
Daniel Schuhmacher: In erster Linie darf ich jetzt endlich meine eigenen Songs präsentieren. Bei dem alten Management war es ziemlich schwierig, weil sie immer gesagt haben, dass Castingacts keine eigenen Sachen schreiben sollten, da es keiner ernst nehmen wird. Ich habe immer gesagt, dass ich letztendlich als Künstler ernst genommen werden möchte und es mein Ziel ist,  langfristig Musik zu machen. Das sind Sachen, die ich mit meinem neuen Management verwirklichen konnte.

Wie waren die Reaktionen auf deinen ersten selbst geschriebenen Song "On A New Wave"?
Größtenteils positiv. Die Fans waren alle sehr stolz, was mich extrem gefreut hat, weil sie auch wissen, was ich in den letzten drei Jahren durchgemacht habe und wie hart der Weg war, um es endlich machen zu dürfen. Es ist natürlich weit weg von dem, was ich anfangs nach "DSDS" gemacht habe, aber ich glaube, die Fans entwickeln sich auch mit mir, was gut ist. Ich bin extrem stolz auf den Song und ich glaube, vom Album kann man noch viel mehr erwarten. Ich wollte die Single rausbringen, um einfach zu zeigen, wo die Reise hingehen wird.

Seitdem ist fast ein Jahr vergangen. Warum gab es bislang keine neuen Veröffentlichungen?
Ich bekam immer gutes Feedback zu meinen Songs, auch von professioneller Seite aus, aber der Punkt ist einfach, dass "DSDS" bzw. Castingshows ein extrem schweres Thema für Radiosender sind. Es war wirklich ein Kampf, Leute zu finden, die unabhängig von dem Castingshow-Klischee einfach dran glauben und gesagt haben, finden wir geil und wir sind mutig genug, das Thema anzupacken. Deswegen hat es auch so lange gedauert. Doch ich freue mich jetzt umso mehr, dass es Leute gibt, die das angehen wollen und dass im nächsten Jahr ein neues Album folgt. Für mich war es auch ein harter Weg bis dahin!

Hast du mit deinen eigenen Songs jetzt bessere Chancen, im Radio gespielt zu werden?
Es ist genauso schwer wie früher, wenn nicht sogar schwieriger. Egal ob ich jetzt Bohlen-Songs oder meine eigenen Songs singe - der Casting-Stempel sitzt einem einfach im Nacken und den werde ich auch nicht los. Grundsätzlich ist es aber nichts Schlimmes, weil ich immer noch froh darüber bin, aus einer Castingshow zu kommen. Natürlich ist Radio das größte Medium, um Musik zu verbreiten. Ich glaube, neunzig Prozent der Hits entstehen, weil man im Radio gespielt wird und wenn das fehlt, dann ist es natürlich viel schwerer, die Musik an den Mann zu bringen. Es ist aber mein Ziel, bis dahin muss ich weiterhin ordentlich buckeln und hoffen, dass es irgendwann klappt!

 



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