"Johnny English 2": Ergebnis der Fortsetzung enttäuscht

Schöner sehen mit woodZ! Diese Woche im woodZ DVD-Check: "Johnny English - Jetzt erst recht" - "Mr. Bean" kehrt als Möchtegern-James Bond zurück ...
Johnny English - Jetzt erst recht
Großbritannien 2011, 101 min., FSK: ab 6
Cast: Rowan Atkinson, Gillian Anderson
Regie: Oliver Parker
Verleih: Universal Pictures
Start: 9. Februar
2003 kam die herrliche James Bond-Persiflage "Johnny English" mit dem britischen Komiker Number One Rowan Atkinson ("Mr. Bean") als Special Agent in die Kinos. Es war, als hätte man nur darauf gewartet: Der trottelige Möchtegern-Held verpasste dem mittlerweile unter Ermüdungserscheinungen leidenden Agenten-Epos eine längst überfällige Frischzellenkur. Dabei nutzte er das gesamte Satire- und Klamauk-Potenzial der Vorlage aus - das Ergebnis war in großen Teilen urkomisch!
Nachdem man sich mit der beinahe unvermeidbaren Fortsetzung acht Jahre Zeit ließ, blieb durchaus zu hoffen, dass dabei ein wirklich ausgereifter zweiter Teil herauskommen würde - doch das Ergebnis enttäuscht leider.
Dabei gibt die Grundstory genug her: Nachdem Johnny English seinen letzten Einsatz in Afrika total vergeigt hat, hat er sich in ein tibetanisches Kloster zurück gezogen, wo er versucht, mit fernöstlicher Philosophie und Kampfkunst zu neuer Stärke zu kommen. Die Mühen scheinen sich zu lohnen, denn plötzlich meldet sich seine Chefin (Gillian Anderson) überraschend mit einem neuen Auftrag: Agent English soll den chinesischen Ministerpräsidenten vor einem Attentat schützen und verdächtige Machenschaften anderer Geheimdienste aufklären.
Diese Mission treibt ihn natürlich wieder Bond-mäßig um die halbe Welt und in die Arme verführerischer Frauen. Es sind eher die kleinen Dinge, die dem ungeschickten English zu schaffen machen: Zum Beispiel die Hydraulik eines Bürostuhls während einer wichtigen Sitzung ...
Fazit:
Hier hat man eindeutig zu wenig auf Atkinsons unverwechselbare Komik gesetzt. Die Story nimmt sich zu ernst und es gibt zu wenige Situationen, in denen der Hauptdarsteller seine Komik à la "Mr. Bean" ausspielen kann. Sein Können besteht eben weniger darin, überraschend einen Knüppel ins Gesicht zu bekommen - seine Stärke ist der exzentrische Umgang mit Alltagssituationen.
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Geschrieben von: Uwe Dietrich
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