"Year One": Unappetitliches Niedrigst-Niveau?
Schöner sehen mit woodZ! Diese Woche im woodZ DVD-Check: "Year One - Aller Anfang ist schwer" - mindestens so schwer, wie eine gute Komödie zu drehen ...
Year One - Aller Anfang ist schwer
USA 2009, 95 min., FSK: ab 12
Cast: Jack Black, Michael Cera
Regie: Harold Ramis
Verleih: Sony Pictures HE
Verkaufsstart: 11. Februar 2010
Man kommt einfach nicht drum herum, an Monty Pythons Meilenstein der Parodie "Das Leben des Brian" zu denken. Damals wusste die britische Komikertruppe gekonnt zu provozieren, und machte sich über alles lustig, was die Bibel als heilig beschrieb. Und selbst empörten Kritikern der kaum versteckten Blasphemie zog es hier und da die Mundwinkel auseinander - weil damals komödiantisches Können, brilliante Blödel-Dialoge und filmisches Timing zusammen kamen!
Von all dem kann bei diesem durchweg vorpubertären Blödsinn leider nicht die Rede sein. Dabei hätte die Geschichte der beiden Steinzeit-Loser Zed (Jack Black) und Oh (Michael Cera), die weder bei der Jagd nach einem Mammut noch nach einer Partnerin auch nur ansatzweise Erfolge erzielen, durchaus Potenzial. Die beiden beschließen, die Welt hinter dem nächsten Felsen zu erkunden - und brechen auf zu einer weder chronologisch noch historisch wirklich nachvollziehbaren Reise durch die menschliche Frühgeschichte.
So landen sie bei Abraham und dessen Sohn Isaak, werden Zeugen des Brudermords unter Kain und Abel und landen schließlich im sündigen Sodom, wo sie glauben, noch vieles lernen zu können.
Auf ihrem Trip lassen sie natürlich kein Fettnäpfchen unbetreten und legen sich grundsätzlich mit den Falschen an. Trotzdem will es das Drehbuch so, dass die hübschesten Frauen auf die größten Trottel stehen - und man fragt sich: War das wirklich immer schon so?
Fazit:
Nicht jedem kann sich der Humor eines Jack Black erschließen, dennoch hat der Mann auf seinem Gebiet durchaus Erfolge zu verzeichnen. Doch mit dieser Klamotte haben sich weder er noch sein Kollege Michael Cera einen Gefallen getan. Zum allergrößten Teil bewegen sich die Gags auf unappetitlichem Niedrigst-Niveau, und um an drei Stellen mal kurz schmunzeln zu müssen, muss man sich ja nicht eineinhalb Stunden vor der Glotze langweilen.
DVD-Specials:
Audiokommentare, Gag-Reel, zusätzliche Szenen u.v.m.
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Geschrieben von: Uwe Dietrich
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