"The Expendables 2": Ballerei mit Rentner-Rambos

 

Expendables 2

Schöner sehen mit woodZ! Diese Woche im woodZ DVD-Check: "The Expendables 2" - unmotiviertes Gewaltszenario mit üblem Nachgeschmack ...

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The Expendables 2
USA 2012, 95 min., FSK: ab 16

Cast: Sylvester Stallone, Jason Statham
Regie: Simon West
Verleih: Splendid Film
Start: 25. Januar 2013

Zugegeben, es war zunächst ein raffinierter Coup von Rentner-Rambo Sylvester Stallone: Er trommelte eine Schar anderer Action-Altstars zusammen und schuf mit "The Expendables" eine selbstironische Haudrauf-Klammotte, in der sogar Mickey Rouke seine verbogene Visage zur Schau stellte. Der Erfolg wurde vor allem in einer enormen DVD-Vermarktung sichtbar. Logisch, dass da noch was nachkommen würde!

Doch dieses Mal haben es die Macher übertrieben: Selbstgefällig verzichteten sich fast vollständig auf eine Story und setzen nun auf bloße Ballerei ohne Sinn und Verstand.

Dass die Horde eine Art Freischein für jedwede Art brutaler Gewalt erhält durch den weder bescheidenen noch originellen Auftrag, die Welt zu retten, dass sie auf der Suche sind nach einer riesigen Menge Plutonium, mit dem der ganze Planet auf einmal in die Luft gesprengt werden könnte, dass sogar längst überholte Feindbilder aus Zeiten des Kalten Krieges bemüht werden - das alles ist nur plump zusammengeschusterter Unsinn, um fadenscheinig zu begründen, weshalb die "Helden" fortan blindlings Hunderte von Menschen niederschießen und kaltschnäuzig Autos, Hubschrauber und ganze Siedlungen in die Luft sprengen dürfen.

Mit markigen Sprüchen wird zwar dem Ganzen eine Spur Humor verliehen, dennoch hinterlässt ein solch unmotiviertes Gewaltszenario einen ganz üblen Nachgeschmack.

Fazit:
Wer wird wohl Spaß haben an dieser Gewaltorgie? Sicherlich weniger die Fans gut gemachten Actionfilms, sondern eher Leute, deren Schmerzgrenze derart hoch liegt, dass ihnen gewissenloses Morden tatsächlich Spaß bedeutet. Äußerst bedenklich!

1 von 5 woodzies

Kommentare (4)add comment

TomB schrieb:

Gutmenschen & Moralapostel
Der Schreiber dieser Kritik darf sicher gerne weiterhin an Dokumentarfilmen über die mittelalterlichen Brunnen im Oberfrankenland erfreuen, sozialkritische Dramen mit Einschlafgarantie anschauen oder Rosamunde-Pilcher-Schnulzen genießen. Über Actionfilme sollten aber nur Liebhaber von Actionfilmen urteilen dürfen, sonst wird so etwas zur ideologischen Farce. Und auf sauertöpfische Gutmenschen und Moralapostel kann man auch gerne verzichten. Actionfilme haben Action und beinhalten Gewalt ... wer das nicht mag, der soll zu den o.g. Genres greifen, aber andere mit seiner realitätsfremden Ideologie verschonen und nicht Freunde dieser Filmart damit beleidigen, daß er ihnen Freude am Morden unterstellt. Eine darart unverschämte Unterstellung habe ich bisher noch in keiner seriösen Filmkritik gesehen ... aber inzwischen wundert einen hier ja gar nichts mehr.
 
22.01.2013 20:28 Uhr

Micha schrieb:

Der Film ist einfach nur peinlich.....
Wie war das in dem Film geht es um die Aufarbeitung einer gewaltigen Kinogeschichte und der Film hat eine Botschaft...
HAHAHAHA, selten so einen Blödsinn gehört.

Einfach gesagt, wer Teil eins gut fand, wird den auch gut finden. Wer Teil eins einfach nur schlecht und peinlich fand, sollte um den einen riesen Bogen machen, der ist noch viel schlechter.

Wer Teil ein gar nicht gesehen hat, dem kann ich nur sagen, dass diese kein guter Actionfilm ist ala Rambo I oder Crank oder Transporter... Dies ist der verzweifelte Versuch alter Kinoveteranen, sich wieder einmal einen Namen zu machen (um nicht in Vergessenheit zu geraten) oder um einfach einmal wieder Ihre Gelbeutel zu füllen.

Fazit: Spart Euch das Geld auf für einen besseren Film. Wartet bis er auf DVD herauskommt und geht lieber für das Geld etwas Essen. Ein Film den Mann unbedingt im Kino und nicht nur auf TV sehen muß, ist der so oder so nicht. Es ist schließlich kein Herr der Ringe odgl. smilies/tongue.gif
 
31.08.2012 11:16 Uhr

Bass schrieb:

Dass ein Artikelschreiber den Film nicht versteht...
Ich bin sehr entsetzt über einen solch unprofessionellen, eintönigen und deletantischen Artikel.
In einem solchen Film geht es nicht um die Handlung selbst, sondern um die Aufarbeitung einer gewaltigen Kinogeschichte der 80er und frühen 90er Jahre. Gerade die simple Handlung und die Opfer der Gewalt offenbaren eine gewisse menschliche Entbehrlichkeit dieser Truppe, aber ironischer Weise die Notwendigkeit der Weltrettung. Menschlich sind The Expendables entbehrlich und abgeschafft; es bleibt ihre Stärke im Kampf, und genau die wollen wir alle im Kino sehen. Die Personenkonstellationen sind sehr geschickt verzweigt und die Persönlichkeiten klar und markant definiert.
Wer dann den Humor und die kaltschnäutzigen Witze nicht versteht oder nachvollziehen kann, der sollte besser die Finger von solchen Artikeln lassen.
 
30.08.2012 23:27 Uhr

Chris schrieb:

...echt jetzt ?
WIe kann jemand der mit dem schreiben solcher Artikel Geld verdient so intolerant und unobjektiv sein. Aus Ihrem Artikel kann ich entnehmen das Sie weder bewandert sind was die alten "Actionklassiker" betrifft noch das Sie die Botschaft des Filmes betrifft. Er mag nicht jedermanns Geschmack sein aber es gibt immer mehrere Seiten. Mit freundlichen Grüßen
 
30.08.2012 14:59 Uhr

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