Zehn Facts über Minister Gordon Brown
Derzeit steht er ziemlich unter Druck und niemand weiß, wie lange er noch britischer Premierminister bleibt. woodZ hat für euch zehn Facts über Gordon Brown zusammengetragen ...
1. James Gordon Brown wurde am 20. Februar 1951 im schottischen Glasgow geboren. Sein Vater John Ebenezer Brown war Pfarrer der (reformierten) Church of Scotland. Mit 16 Jahren begann Gordon Brown sein Geschichtsstudium an der Universität Edinburgh.
2. Gordon Brown ist auf dem linken Auge blind. Als er während eines Rugbyspiels einen Tritt gegen den Kopf bekam, löste sich die Netzhaut seines linken Auges. Wenig später bemerkte er dieselben Symptome bei seinem rechten Auge. Es konnte durch eine Operation gerettet werden.
3. 1982 bekam er seinen Doktortitel. Danach arbeitete Brown als Rektor der Universität Edinburgh, Dozent an der Kaledonischen (???) Universität Glasgow und als Herausgeber einer Zeitung, bis er schließlich Journalist bei Scottish Television wurde.
4. Gordon Brown hat noch nie einen Führerschein besessen.
5. Seit dem 3. August 2000 ist er mit Sarah Macaulay verheiratet. Das erste Kind der beiden, eine zu früh geborene Tochter, starb 2002 kurz nach der Geburt. 2003 kam Sohn John auf die Welt, und 2006 bekam dieser einen Bruder: James Fraser. Seit Ende 2006 ist bekannt, dass James Frazer an Mukoviszidose leidet, einer angeborenen Stoffwechselkrankheit.
6. Seine politische Karriere begann Brown 1983, als er Abgeordneter der Labour Party (Arbeiterpartei) im Unterhaus wurde. Anschließend machte er innerparteilich Karriere, bis er schließlich unter dem damaligen Premierminister Tony Blair Schatzkanzler (wie unser Finanzminister) wurde. Am 27. Juni 2007 trat er dann Tony Blairs Nachfolge als britischer Premierminister an und führt seitdem die Regierungsgeschäfte.
7. Gordon Brown steht im Moment enorm unter Druck: Erst die lauter werdende Kritik am Irakkrieg, dann die Finanzkrise, der Rücktritt eines engen Beraters wegen einer Schmutzkampagne gegen Oppositionelle, Rekordverschuldung und jetzt auch noch die Spesenaffäre.
8. Am 8. Mai wurde bekannt, dass einige Abgeordneten falsche Spesen abgerechnet haben. Spesen sind Kosten, die ein Abgeordneter hat, weil er auf Grund seines Amtes auf Reisen ist. Zum Beispiel bekommt er die Kosten für eine Übernachtung bei einer Dienstreise erstattet. Die Spesen werden aus Steuergeldern finanziert. In Großbritannien allerdings rechneten Abgeordnete aller Parteien einige Dinge als Spesen ab, die definitiv keine Spesen waren. Als Spesen wurden unter anderem Vogelhäuser, Swimmingpools, Tampons, Damenbinden, Shampoo und noch einiges mehr abgerechnet.
9. Immer mehr Minister sind wegen der Spesenaffäre zurück getreten und erstmals wurden Rücktrittsforderungen gegenüber Brown aus den eigenen Reihen laut.
10. In den Medien wurde vor der Europawahl spekuliert, ob Brown sich nach einer Wahlschlappe noch im Amt halten kann. Jetzt nach der Europawahl, bei der die Labour Party nur noch drittstärkste Partei mit dem schlechtesten Ergebnis der letzten 100 Jahre wurde, sind sich alle sicher: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Gordon Brown aus der Downing Street 10 ausziehen muss.

Geschrieben von: Irina Herth
WOODZ WEEKLY
Jeden Freitag im "Schwarzwälder Bote"
Diesmal mit Naturkatastrophen und ihren Folgen, dem neuen Album von LaBrassBanda und der nicht ganz seltenen Angst vor Spinnen
HOTLIST
- Deine Rechte: Was ist ab welchem Alter erlaubt?
- HIV positiv: Was bedeutet das genau?
- Erdbeben: Alles, was du wissen musst
- Drei Tote in der Türkei: Was ist gepanschter Alkohol?
- Amoklauf: Kann man ihn verhindern?
- Mist gebaut: So entschuldigst du dich richtig
- Wie man "Schwein hat" und Dämonen austrickst
- Ostalgie: Kult-Produkte der ehemaligen DDR
- Kommunalwahl 2009: Mehr Durchblick für Jungwähler
- Wie gefährlich ist die Schweinegrippe?




«
